Ligurischer Aperitivo wie früher: Spezialitäten aus dem Glas für zu Hause
- Matteo Formica
- vor 2 Stunden
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Ein goldener Sonnenuntergang über dem Ligurischen Meer, das Rauschen der Wellen an der Felsküste und in der Luft der Duft von Basilikum und frisch gebackener Focaccia: Diese Szene wirkt wie aus einem Werbeplakat der dreißiger Jahre. Auf einer Terrasse mit Blick auf den Hafen stoßen elegante Gäste mit einem kühlen Weißwein an, während auf dem Tisch Oliven, Sardellen und kleine Gläser mit typischen ligurischen Spezialitäten bereitstehen.
Genau diesen raffinierten und zugleich herzlichen Geist kann man heute auch zu Hause wieder aufleben lassen. Mit wenigen sorgfältig ausgewählten Produkten entsteht ein ligurischer Aperitivo, der Vintage-Atmosphäre, bäuerliche Schlichtheit und mediterranen Geschmack miteinander verbindet.
Auf dieser kleinen Genussreise begleiten uns sechs Spezialitäten von Olio Raimondo: Filetti di Acciughe in Olio di Oliva, Pesto di Noci, Paté di olive Taggiasche, Cundiùn alla Ligure, Peperoncini ripieni Acciuga e Oliva und Crema di Zucchine Trombetta. Jede davon trägt einen anderen Ton Liguriens in sich, vom Meer über die Olivenhaine bis zum sommerlichen Gemüsegarten.
Zutaten für 4 Personen
1 Glas Acciughe in olio di oliva mit 200 g, 1 Glas Pesto di Noci mit 180 g, 1 Glas Paté di olive Taggiasche mit 180 g, 1 Glas Cundiùn alla Ligure mit 200 ml, 1 Glas Peperoncini ripieni Acciuga e Oliva mit 180 g und 1 Glas Crema di Zucchine Trombetta mit 80 g.
Dazu kommen eine genuesische Focaccia oder kräftiges Landbrot, etwas frisches Saison-Gemüse wie Karotten, Sellerie oder Radieschen, ein paar Kräuter zum Garnieren und nach Belieben etwas Käse für das Brett, etwa Pecorino oder eine ligurische Formaggetta.
Wichtig ist vor allem die Vorbereitung: Alle Produkte aus dem Glas sind servierfertig. Es genügt also, Brot und Focaccia rechtzeitig bereitzulegen und die Begleiter so zu arrangieren, dass beim Servieren alles schnell und entspannt zusammengesetzt werden kann.
Zubereitung
1. Bereiten Sie die Grundlage vor: Schneiden Sie die ligurische Focaccia in Streifen oder kleine Quadrate und das Landbrot in etwa einen Zentimeter dicke Scheiben. Wenn Sie Brot verwenden, rösten Sie es kurz im Ofen oder auf dem Grill, bis knusprige Crostini entstehen. Waschen Sie in der Zwischenzeit das frische Gemüse und schneiden Sie es in Stifte oder Spalten, damit es pur oder zusammen mit den Cremes geknabbert werden kann.
2. Öffnen Sie die Gläser und richten Sie alles an: Geben Sie Pesto di Noci, Paté di olive Taggiasche, Cundiùn alla Ligure, Crema di Zucchine Trombetta und die gefüllten Peperoncini in kleine Schalen aus Keramik oder Glas. Verrühren Sie Walnusspesto und Olivenpaté kurz, damit die Konsistenz gleichmäßig wird. Die Sardellenfilets können Sie abtropfen lassen und dekorativ auf einem kleinen Teller anrichten. Ein paar Tropfen des aromatischen Öls auf warmem Brot machen den ersten Bissen noch runder.
3. Jetzt wird das Brett lebendig: Bestreichen Sie einige Crostini mit Taggiasca-Olivenpaté und garnieren Sie sie mit einem Blatt Zitronenthymian. Auf andere kommt ein Löffel Pesto di Noci, vielleicht mit einer kleinen Käseflocke oder einem halben Walnusskern darüber. Aus der Crema di Zucchine Trombetta entstehen sanfte, sommerliche Bruschette, die mit gerösteten Pinienkernen oder Basilikum besonders schön wirken. Die gefüllten Peperoncini können ganz serviert oder halbiert werden, damit die Füllung sichtbar wird.
4. Auch die Sardellen dürfen ihren Auftritt haben: Probieren Sie sie auf einem Stück lauwarmer Focaccia, mit einem Hauch weicher Butter für einen bewusst nostalgischen Akzent, oder ganz schlicht mit etwas Petersilie. Das Cundiùn alla Ligure passt hervorragend als kräftige Begleitung auf geröstetes Brot oder als Würze zu Rohkost. Verteilen Sie die vorbereiteten Gemüse-Sticks auf dem Brett, damit zwischen den aromatischen Happen immer wieder ein frischer, knackiger Gegenpol entsteht.
5. Servieren Sie alles mit Sinn für Atmosphäre: ein rustikales Holzbrett, ein paar Kräuterzweige, kleine Schalen in unterschiedlichen Formen, vielleicht sogar geerbtes Geschirr mit leicht nostalgischem Charme. Wenn dazu Kerzen oder warmes Licht kommen und im Glas ein gut gekühlter Vermentino oder Pigato wartet, wird aus einem einfachen Aperitivo ein kleiner ligurischer Abend zu Hause.
Ein letzter ligurischer Akzent
Der schönste Teil kommt beim gemeinsamen Probieren. Erzählen Sie Ihren Gästen, woher diese Aromen kommen: von Sardellen, die im ligurischen Meer gefangen werden, von Walnusspesto aus dem Hinterland, von Taggiasca-Oliven, die seit Jahrhunderten zur Identität der Region gehören, und von Zucchine Trombetta, die den Sommer des Ponente Ligure auf den Tisch holen.
So wird aus einem Aperitivo mehr als nur ein kleiner Imbiss: Er wird zu einer Einladung, Ligurien mit allen Sinnen zu erleben. Stoßen Sie an, teilen Sie die Schalen und Crostini in entspannter Runde und lassen Sie diesen ligurischen Abend mit Geschmack, Wärme und einem Hauch vergangener Eleganz ausklingen.


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