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Kaninchen auf ligurische Art: eine Reise durch die Aromen der Tradition


Zwischen den terrassierten Hügeln und den goldenen Olivenhainen der ligurischen Riviera liegt der Duft von Kräutern, Wein und Oliven in der Luft. Kaninchen auf ligurische Art gehört zu jenen Gerichten, die die bäuerliche Seele der Region besonders gut widerspiegeln: schlicht in den Zutaten, aber vielschichtig im Geschmack. Thymian, Rosmarin, Salbei und Lorbeer treffen auf Taggiasca-Oliven, Pinienkerne und Vessalico-Knoblauch – genau diese Kombination gibt dem Gericht seinen unverwechselbar ligurischen Charakter.

Die Verbindung aus zartem Kaninchenfleisch, das beim langsamen Schmoren eine feine Süße entwickelt, und nativem Olivenöl extra aus Taggiasca-Oliven verleiht dem Gericht besondere Eleganz. So entsteht ein aromatischer Hauptgang, in dem sich die Milde des Fleisches mit der fruchtigen Note der Oliven und der sanften Würze der Pinienkerne verbindet.

Coniglio alla ligure ist in Ligurien seit langem Teil der häuslichen Küche und wurde in vielen Familien von Generation zu Generation weitergegeben. Taggiasca-Oliven, in Salzlake oder in Öl eingelegt, gehören dabei zu den Zutaten, die dem Gericht seine typische Note geben. Gerade an kühleren Tagen ist es ein Essen, das Wärme, Duft und die ruhige Gastlichkeit der ligurischen Küche auf den Tisch bringt.

Zutaten

Für 4 Personen genügen wenige, aber gute Zutaten. Besonders wichtig sind ein feines natives Olivenöl extra aus Taggiasca-Oliven, aromatische Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Lorbeer und Salbei sowie Vessalico-Knoblauch, der dem Gericht eine klare, aber nie aufdringliche Würze gibt.

- 1 ganzes Kaninchen (ca. 1,5 kg), in Stücke zerteilt

- 1 weiße Zwiebel, fein gehackt

- 2 Knoblauchzehen, ganz oder grob gehackt

- 1 Glas trockener Weißwein, zum Beispiel Vermentino, oder alternativ etwas Rossese

- 100 g entsteinte Taggiasca-Oliven, in Salzlake oder in Öl

- 20 g Pinienkerne

- 1 Zweig Rosmarin, einige Zweige Thymian und 2 Lorbeerblätter, nach Belieben etwas Majoran

- natives Olivenöl extra aus Taggiasca-Oliven

- feines Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zum klassischen Rezept gehören außerdem Wein, eine gute Handvoll Oliven und Pinienkerne. Während des langsamen Schmorens verbinden sich diese Zutaten mit dem Fleisch und geben der Sauce Tiefe, Duft und ihre typisch ligurische Balance aus Kräutern, Frucht und Würze.

Zubereitung

Das Kaninchen vorbereiten: Die Stücke kurz abspülen, sorgfältig trocken tupfen und in einer Schüssel mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Ansatz vorbereiten: In einem großen Schmortopf etwas natives Olivenöl extra erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin bei mittlerer Hitze langsam glasig werden lassen, ohne dass sie Farbe annehmen.

Das Fleisch anbraten: Die Kaninchenstücke zusammen mit Rosmarin, Thymian und Lorbeer in den Topf geben. Die Hitze erhöhen und das Fleisch rundum goldbraun anbraten.

Mit Wein ablöschen: Mit Weiß- oder Rotwein angießen und den Alkohol kurz verkochen lassen. Falls nötig, etwas heiße Brühe zugeben, damit genügend Flüssigkeit im Topf bleibt.

Sanft schmoren: Taggiasca-Oliven und Pinienkerne hinzufügen, alles gut vermengen und die Hitze wieder reduzieren. Den Topf abdecken und das Kaninchen bei kleiner Flamme etwa 1 Stunde schmoren lassen. Zwischendurch gelegentlich umrühren und zum Schluss nochmals abschmecken.

Fertig garen: Das Kaninchen ist fertig, wenn sich das Fleisch leicht vom Knochen löst. Dann den Herd ausschalten und das Gericht noch einige Minuten zugedeckt ruhen lassen, damit sich die Aromen verbinden.

Gerade die Kombination aus Oliven, Pinienkernen und mediterranen Kräutern gibt der Sauce ihren tiefen, warmen Duft und ihren typisch ligurischen Charakter.

Serviertipps und Kombinationen

Anrichten: Servieren Sie das Kaninchen sehr heiß, am besten in einem tiefen Teller oder in einer rustikalen Servierschüssel. Ein feiner Faden rohen Olivenöls extra und ein paar Blätter frischer Kräuter reichen aus, um das Gericht zu vollenden.

Beilagen: Dazu passen Ofenkartoffeln mit Rosmarin, grüne Bohnen, geschmorter Mangold oder einfach ein Salat der Saison. In Ligurien stellt man oft auch etwas focaccia genovese oder Bauernbrot dazu, damit nichts von der Sauce verloren geht.

Wein: Zu dem zarten Fleisch und der würzigen Sauce passen ligurische oder piemontesische Weine mit guter Struktur. Besonders stimmig sind ein Rossese di Dolceacqua DOC oder ein frischer Vermentino. Wer etwas mehr Kontrast sucht, kann auch zu einer Barbera oder einem Nebbiolo aus dem Alto Piemonte greifen.

Brot: Bauernbrot oder ein schlichtes ligurisches Hausbrot passen am besten. Auch kräftigeres Vollkornbrot ist möglich, solange es die Sauce gut aufnehmen kann.

Zum Abschluss passt ein leichtes Zitronendessert oder, für einen festlicheren Ton, ein kleines Glas Sciacchetrà aus den Cinque Terre.

Coniglio alla ligure bringt eine ehrliche, duftende Küche auf den Tisch, die mit wenigen Zutaten viel Tiefe entwickelt. Es ist ein Gericht für ruhige Abende, für gemeinsames Essen und für alle, die den herzhaften Geschmack Liguriens zu Hause erleben möchten.

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